Stadtpfarrkirche Sankt Martin in Memmingen

Instandsetzung Dachstuhl

Dacheindeckung Stadtpfarrkirche Memmingen

Evangelisch –Lutherische Kirche St. Martin
Geschichte:

  • 1405 – 1410 Langhaus mit Nördlichen und Südlichen Seitenschiffe erbaut. Das Mittelschiff als auch die Seitenschiffe waren mit trapezförmigen geknickten Holzdecken versehen.
  • Um 1460 Umbau der beiden Seitenschiffe mit tiefer ansetzenden Steingewölben
  • 1489-1491 Erweiterung der Kirche um 2 Joche nach Westen
  • 1496-1499 Neubau des Chores
  • 1537 Turm erhält Oktogon
  • 1649 Holzdecke im Mittelschiff durch gerundete Holztonne Ersetzt
  • 1836 Mittelschiff erhält ein Holzgewölbe

Die denkmalgeschützte Stadtpfarrkirche Sankt Martin in Memmingen gehört zu den ältesten Kirchen Oberschwabens. Sie ist ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Geografisch ist sie  am Rande der nordwestlichen Altstadt im alten evangelischen Kirchenbezirk vor dem alten aufgelassenen Friedhof an einer Anhebung des Memminger Achtals gelegen. Ihr Turm ist mit etwa 65 Metern das höchste Gebäude der Stadt und weithin sichtbar.

Die Geschichte der Kirche lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurück verfolgen. So war sie Schauplatz der Memminger Reformation im 16. Jahrhundert,  welche eine große Auswirkungen auf die Kirchengeschichte  Oberschwabens und des Allgäu hatte. Reformator war der Prediger Christoph Schappeler.

Die in ihrer heutigen Form um 1325 begonnene und um 1500 vollendete dreischiffige Basilika ist die Hauptkirche des evangelisch-lutherischen Kirchenbezirkes Memmingen. Sie ist regelmäßiger Predigtort des Memminger Dekans und das Zentrum einer der vier evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt. Die Basilika, welche seinerzeit von den Bürgern der Region  finanziert wurde, war nach ihrer Vollendung die größte gotische Stadtkirche zwischen Bodensee und Lech. Sie beherbergt viele Kunstwerke, darunter das über 500 Jahre alte Chorgestühl, das zu den besten spätgotischen Schnitzwerken in Süddeutschland zählt und als der größte Kunstschatz der Stadt gilt.

Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung der Ev. Luth. Martinskirche wurde im Juni 2014 mit der Sanierung des Kirchendaches am Mittelschiff begonnen. Die Sicherung des Gewölbe-schubes auf den Außenmauern war die erste  Arbeitsphase die durch die Firma Holzbau Pappe ausgeführt wurde. Erreicht wurde es durch den Einbau von Stahlrahmen die auf den Außenwänden verankert sind und das Gewölbe überspannen. Ein Zugseilsystem das mit Außenwand und Stahlträger verbunden ist, übernimmt die Schubsicherung.

Danach  konnte mit der zweiten Phase, die Dachstuhlsanierung begonnen werden. Über den Traufseiten wurden Notdächern gespannt um ein kontinuierliches Arbeiten zu ermöglichen. Zunächst wurden im Traufbereich durch Fäulnis zerstörte Mauerschwellen, Stichbalken  und Sparren erneuert. In der nächsten Phase wurde die restliche alte Dachdeckung komplett abgebrochen, die Holzkonstruktion des Daches oberhalb der Traufe bis zum First saniert und statisch zusätzlich ertüchtigt. Abschließend erfolgten die Dachdeckungsarbeiten mit aufbringen einer neuen Dachlattung und Biberschwanzziegel im Sechskantschnitt.

Von Juni 2014 bis September 2016 wurden von Firma Holzbau Gebr. Pappe GmbH  die Zimmerer-und Dachdeckungsarbeiten am Mittelschiff und Nördlichen-und Südlichen Seitenschiff sowie Chor ausgeführt und fertig gestellt.

Instandsetzung Dachstuhl

Instandsetung und Restaurierung der Kirche St. Martin in Memmingen
Zimmerer-, Dachdecker- und Stahlbauarbeiten

Auftraggeber: Ev.-Luth. Kirchengemeinde
Architekt: Dipl. Ing. Ingrid Stetter
Statik: Dr. Schütz Ingenieure
Bauzeit:  2014 bis 2016
Auftragssumme: 1.148.000 €

Details zur Ausführung: PDF